60 Jahre Deutsche Jugend

Sa 3. 10. 2009 | 16:00 Uhr SCHLESISCHE 27
Mi 7. 10. 2009 | 20:00 Uhr THEATER AN DER PARKAUE
So 8. 11. 2009 | 15:00 Uhr RATHAUS SPANDAU

60 JAHRE DEUTSCHE JUGEND

EINE THEATRALE INTERVENTION
AUS ANLASS DER 60. JAHRFEIER DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

AUTOBIOGRAPHISCHE TEXTE UND GESETZE ÜBER DAS LEBEN ALS JUGENDLICHER IN OST- UND WEST- DEUTSCHLAND VON 35 DARSTELLERN IM ALTER VON 14 - 66 JAHREN

Mit BRIGITTE BÖTTCHER | GÖKHAN CALISKAN | MARTIN DAERR | GERALDINE DIALLO | AURELIA DIEDRICH | JEANNETTE FRANKE | JOACHIM GIERA | LIZA GRUCHMANN | MARIEL HEGER | ALIT CLEMENS IDA | RUDI KEILER GÓMEZ DE MELLO | PEGGY KLINKERT | ANNE KNAPPE | LISA KNAPPE | JULIA KRANHOLD | PHILIPP KRÜGER | MARION LEMKER | TERESA MICHONSKA | LENA NEUBER | LUKAS OTTO | YEKATERINA PROKOFYEVA | MARTINA-MALTE RATHMANN | NICOLE RENDT | ARTHUR ROMANOWSKI | STEFAN RÜDINGER | ALEXANDRA SCHESSLER | MARIA SCHMIDT | MICHAEL SCHMIDT | MICHAEL SCHOLZE | RENATE SCHÖNFISCH | ANNA SIEGERT | ANJA SISENOP | MONIKA VON OERTZEN | STEFAN WENZKE | THOMAS WOJCZEWSKI

Regie CARLOS MANUEL | Organisation HARTMUT SCHAFFRIN | Technik ANJA HOFFMANN

Drei Aufführungsorte geben den Vorstellungen einen jeweils ganz besonderen Charakter:

SA 3. OKTOBER 2009 | 16:00 UHR | SCHLESISCHE 27
zum Tag der deutschen Wiedervereinigung
Schlesische Str. 27, 10997 Berlin
Eintritt frei | Platzreservierung: 6239859

DAS JUGENDKUNST- UND KULTURZENTRUM SCHLESISCHE 27 liegt unweit des ehemaligen Mauerstreifens zwischen Treptow und Kreuzberg, heute in einem beliebten Szeneviertel für Jugendliche. Im Anschluss an die Aufführung besteht die Möglichkeit die ehemaligen Sperranlagen der DDR zwischen der Schlesischen Str. im Westen und der Puschkinallee im Osten zu besuchen. Grenzmauern, Licht-Trasse und Kolonnenweg sind heute demontiert und überbaut. Ein Wachturm blieb erhalten und erinnert an die Teilung der Stadt. Diese „Führungsstelle“ war mit 3 Grenzsoldaten und einem Offizier besetzt, die auch den Suchscheinwerfer auf dem begehbaren Dach bedienten. Nachdem unter dem Druck der Bevölkerung am 9. November 1989 die „Grenzübergangsstellen“ in Berlin geöffnet worden waren, entstand hier am „Schlesischen Busch“ ein zusätzlicher Straßenübergang. Der Wachturm steht seit 1992 unter Denkmalschutz.

Mi 7. 10. 2009 | 20:00 Uhr | THEATER AN DER PARKAUE
zum Geburtstag der DDR
An der Parkaue 29, 10637 Berlin
Im Doppelpack mit „Lohndrücker“ | Karten zu 8 € unter Tel. 55775252

DAS JUNGE STAATSTHEATER in Berlin-Lichtenberg ist Deutschlands größtes Kinder- und Jugendtheater. Nach dem 2. Weltkrieg zogen in die ehem. Joseph-Goebbels-Schule auf Anordnung der Sowjetischen Militäradministration das Zentralhaus der Jungen Pioniere (die politische Massenorganisation für Kinder in der DDR) und das erste reine Kinder- und Jugendtheater in Berlin ein. Das „Theater der Freundschaft“ wurde nach der Wende in „Carrousel-Theater“ umbenannt und 2005 in THEATER AN DER PARKAUE. Unter neuer Leitung von Kay Wuschek, Sascha Bunge und Karola Marsch wurde das Haus zu einem Zentrum künstlerischer Vielfalt. Am 7.10. zeigt das Theater aus Anlass des Geburtstags der DDR unser Projekt im Doppelprogramm mit der Inszenierung „Lohndrücker“ nach Heiner Müller (Regie: Detlev Schneider), die um 19 und um 21 Uhr beginnt, unser Stück dazwischen um 20 Uhr. Man sieht also von 19-21 oder von 20-22 Uhr zwei Stücke, die sich mit Alltag in der DDR auseinander setzen. www.parkaue.de

So 8. 11. 2009 | 15:00 Uhr RATHAUS SPANDAU
zum Fall der Berliner Mauer
im Rahmen der Spandauer Festveranstaltung 20 Jahre Mauerfall
Eintritt frei | Platzreservierung erforderlich unter Tel. 6239859

IM POLITISCHEN ZENTRUM SPANDAUS findet zusammen mit den Brandenburger Nachbargemeinden die Festveranstaltung 20 Jahre Mauerfall am Vortag des bekannten 9. November statt. Wir zeigen unsere theatrale Intervention im Saal der Bezirksverordnetenversammlung und erinnern dadurch auch an Entwicklungen und Aktionen vor dem 9. November:
Anfang November 1989 überschlugen sich die Ereignisse in der DDR. In Folge heftiger Kritik am Entwurf für ein neues Reisegesetz trat am 7.11. der Ministerrat unter Willi Stoph, also die offizielle Regierung, zurück. Am 8.11. folgte ihnen das Politbüro des ZK der SED, das eigentliche Machtzentrum im Lande. Am 8. und 9. November fand ein außerordentliches ZK-Plenum der SED 1989 statt, um ein neues Politbüro zu wählen, begleitet von heftigen Demonstrationen der Bevölkerung, die ihnen die Legitimation absprach. Parallel wurde eiligst ein neues Reisegesetz ausgearbeitet und am 9.11. im ZK der SED lediglich verlesen.
Am Ende der anschließend live im DDR-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz des ZK erklärt sein Sprecher Günter Schabowski, der an der fraglichen Sitzung nicht teilgenommen hatte, auf die Frage eines italienischen Journalisten nach dem Reisegesetzes, dass nun auch Privatreisen und ständige Ausreisen möglich seien und deutet den Gesetzentwurf verfrüht als Beschluss des Ministerrats. Auf die Rückfrage, ab wann die Regelung gelte, blickte der verunsicherte Schabowski auf sein Blatt und antwortete: „Das tritt nach meiner Kenntnis, ähh, ist das sofort, unverzüglich.“
Im Laufe des Abends sammelten sich immer mehr Menschen vor den Berliner Grenzübergangsstellen und forderten die sofortige Einlösung der von Günter Schabowski gegebenen Zusage. Die Grenztruppen und die Passkontrolleinheiten des MfS waren völlig überfordert. In dieser Situation handelten mehrere Kommandanten von Berliner Grenzübergangsstellen selbstständig mangels eindeutiger Befehlen ihrer Vorgesetzten und öffneten den ihnen befohlenen Grenzübergang.




Ein Projekt der JugendTheaterWerkstatt Spandau in Zusammenarbeit mit dem KULTURHAUS und RATHAUS SPANDAU, der SCHLESISCHEN 27 und dem THEATER AN DER PARKAUE, sowie der MERIAN OBERSCHULE Köpenik, der Spandauer B.TRAVEN- und der BERTOLT BRECHT OBERSCHULE und der VOLKSHOCHSCHULE Spandau

Projektförderung: Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung. Die JTW wird unterstützt durch die Firma Siemens