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unterstützt durch die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und die Firma Siemensmit Siegerland-Grundschule AG der 4.Klassen Schule am Grüngürtel Klasse 4 A 1 Christian-Morgenstern-Grundschule AG der 4. Klassen Evangelische Schule Spandau Theater AG einer 5. Klasse Charlie-Rivel-Grundschule Spb Theater der 5. und 6. Klassen Charlie-Rivel-Grundschule Klasse 4 a "Ich traue mir die Einrichtung einer alle Bildungsansprüche befriedigenden Schule zu, in der es nur zwei Sparten von Tätigkeiten gibt: Theater und science. Es sind die beiden Grundformen, in denen der Mensch sich die Welt aneignet: Subjektive Anverwandlung und objektive Feststellung. So, wie sich das eine auf alle Verhältnisse erstreckt, die sich versachlichen lassen, so das andere auf alles, was sich vermenschlichen lässt. Beide zusammen können alles umfassen, was Menschen erfahren und wollen, können und wissen." Hartmut von Hentig, Lehrer, Erzieher und Professor, 1996 in seinem Buch "Bildung" Im Rahmen der Musischen Wochen der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung fanden die Berliner Grundschultheatertage nun zum 6. Mal in der Spandauer JugendTheaterWerkstatt statt. Dabei hatte die Senatsverwaltung in diesem Jahr die Organisation der Tage eingestellt. Aber da meldeten sich die Spandauer Lehrer von allein und baten eindringlich um die Fortführung dieses Theatertreffens. Die JugendTheaterWerkstatt ließ sich in letzter Minute noch einmal überzeugen und übernahm, neben ihrer eigentlichen Aufgabe, der Jugendtheaterarbeit, noch einmal ehrenamtlich und unbezahlt die Organisation dieser Grundschultheatertage mit 26 Workshops an 2 Tagen für 110 Schüler und 15 Pädagogen. Die Senatsverwaltung gab noch einmal einen Zuschuss von 500 € (zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel). Das Kinderrestaurant Eff-Eff versorgte die Kinder noch einmal für nur 2 € mit einem Mittagessen und Getränken. Und die Spende der Firma Siemens an die JugendTheaterWerkstatt wurde noch einmal für das entstehende Defizit genutzt.
Siegerland-Grundschule Westerwaldstraße 19-21, 13589 Berlin, T.: 3789110, www.siegerland.cidsnet.de, Schulleiter Christoph Schubert
„Wir wünschen uns, dass unsere Schule so schön bleibt und dass weiterhin besondere Talente gefördert werden.“ (Wunsch des Schülerparlaments zur Grundsteinlegung des Erweiterungsbaus zur Ganztagsschule 15.12.05) Die Siegerland-Grundschule (SGS) ist eine gebundene Ganztagsschule. Lehrer und Erzieher des FIPP e.V. wollen den Kindern des Kiezes Hilfen und Perspektiven für die Zukunft geben. Sie legen besonderen Wert auf die Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler, also auf die Förderung schwacher Kinder und auf die Förderung leistungsstarker Kinder. Die SGS öffnet den Unterricht und nutzt Kompetenzen von außen. Besondere Schwerpunkte der Arbeit bilden die Sprachenförderung (Lesepaten, Rucksack-Projekt) und der Einsatz der IT-Medien.
Ein wichtiger Kooperationspartner in vielen Projekten ist seit 2001 die JugendTheaterWerkstatt Spandau. Die Theateraufführungen „Harry Potter“, „Kribbeln im Bauch“, „Zwei Jahre Ferien", "Als der Gewichtheber Muskelkater hatte und das Huhn Gertrud grundlos starb", „Als es dem Elefanten gar nicht gut ging und die Pinguine einen Aufstand planten" und „Der Prunus" waren Ergebnisse dieser Zusammenarbeit. Ein neues Stadtteilmanagement fördert weitere musische Angebote der Schule, die zusätzlich zum Unterricht stattfinden. In Workshops und Projekttagen üben sich Kinder im Tanzen, Trommeln, Singen und Theater. Präsentationen helfen, Selbstbewusstsein zu steigern und sind eine besondere Motivation für alle.
Präsentation: Momentaufnahme Kampfkunst - Tanz - Theater, 30 Minuten Theater-AG der 4. Klassen in Kooperation mit der JTW 21 Kinder und Anja Kubath (Projektleitung JTW), Ann-Marie von Löw (Theaterdozentin), Olaf Nierhaus (Musikdozent), Sabina Ferenc (Tanzdozentin), Alexander Tschöpe (Martial-Art-Dozent), Christiane Meisenburg (Lehrerin, Projektansprechpartnerin der Schule)
Die AG ist Teil eines auf 2 Jahre angelegten Kooperationsprojekts von SGS
und JTW, gefördert durch das Stadtteilmanagement Falkenhagener Feld Ost.
Bis zu den Sommerferien arbeiten die Kinder in drei Gruppen getrennt an
Kampfkunst, Streetdance und Theater, ab Herbst dann zusammen an einer
Theaterproduktion. Bei den Grundschultheatertagen zeigen die Gruppen
Zwischenergeb-nisse ihrer Arbeit in den drei Kunstformen, aus denen später
die Theaterproduktion entstehen wird. Schule am Grüngürtel Askanierring 42, 13585 Berlin, T.: 3759830, www.schule-am-gruenguertel.cidsnet.de, Schulleiterin Sigrid Fleischer-Kuhnle
Die Schule am Grüngürtel ist eine Kooperationsschule, d.h. sie ist zum einen eine integrative Grundschule und zum anderen ein sonderpädagogisches Förderzentrum ab Klasse 3 bis Klasse 10. Im Wahlpflichtunterricht und als AG werden regelmäßig Theater- und Tanzkurse angeboten.
Die Grundschulklasse 4. a. I. hat als Gesamtklasse und fächerübergreifend im Deutsch- und Sachunterricht das Thema "Die Ritterzeit" behandelt und das Theaterstück Der arme Ritter von Peter Hacks erarbeitet. Es wurde im ersten Schulhalbjahr als Schattenspiel aufgeführt. Diese Schauspielerklasse nimmt nun an den Grund-schultheatertagen teil, ohne das Stück noch einmal zu zeigen, da für Wiederaufnahmeproben keine Zeit mehr zur Verfügung stand.
Grundschulklasse 4. a. I., 20 Kinder und Anne Tack + Nadja Brauner (Lehrerinnen) Christian-Morgenstern-Grundschule Räcknitzer Steig 12, 13593 Berlin, T.: 3647930, Schulleiter Michael Ozdoba
Die Christian-Morgenstern-Grundschule ist eine dreizügige Grundschule, davon zweizügig mit dem Konzept als Ganztagsschule, die an ihrem Standort einen hohen Anteil von Mitbürgern nichtdeutscher Herkunft und viele Familien in sozialen Problemlagen aufweist.
Theater wird von der Lehrerin Frau Dorothea Lottermoser als AG und manchmal auch im Klassen-verband angeboten, 2006 auch in Kooperation mit der JugendTheaterWerkstatt und seit Herbst 2006 mit dem Kieztheater Alt und Jung, gefördert durch das Stadtteilmanagement Heerstraße Nord. Die Schule verfügt über eine hervorragend ausgestattete professionelle Theaterbühne (Licht, Ton, Beamer). Die Schulleitung unterstützt und fördert künstlerische Initiativen und Vorhaben; so war sie an der vom Kieztheater Alt und Jung durchgeführten theatralen Aktion „Buntes Jahrmarktstreiben“ im Dezember 2006 maßgeblich beteiligt und konnte auch im Rahmen des Sommerfestes im Juni 2007 zwei Theaterprojekte zur Aufführung bringen: “Wir pfeifen auf das Krokodil", eine Produktion der 2. Jahrgangsstufe mit 33 TeilnehmerInnen: Tanz-, Trommel- und Theaterkindern (Ltg.: Erdenur Akcay, Rita Gutte, Michaela Wobbrock und Barbara Rüster, Kieztheater Alt und Jung) sowie "Ben liebt Anna".
Präsentation: Ben liebt Anna, nach einem Roman von Peter Härtling, 35 Minuten, Theater AG der 4. Klassen in Kooperation mit dem "Kieztheater Alt und Jung" 14 Kindern + 2 Erwachsene und Lucie Koprivova, Barbara Rüster (Theaterpädagoginnen), Dorothea Lottermoser (Lehrerin)
Evangelische Schule Spandau Schönwalder Allee 26, 13587 Berlin, T.: 355 99 050, www.evschulespandau.privat.t-online.de, Schulleiter Thomas Brand
Die Evangelische Schule Spandau ist eine zweizügigen Grundschule und eine einzügige Realschule auf dem Gelände des Ev. Johannesstifts, eine staatlich anerkannte Privatschule und somit Bestandteil der Berliner Schule, für deren Besuch ein einkommensabhängiges Schulgeld erhoben wird. Die Schule ist klein, Religionsunterricht ist ein Hauptfach, Englisch wird ab Klasse 1 mit halber Klassenstärke unterrichtet, Technisch-naturwissenschaftlicher Schwerpunkt (TNU) in Klasse 4 ebenfalls mit halber Klassenstärke, Leistungsdifferenzierung in den Fächern Deutsch und Mathematik in den Klassen 5 und 6, klassenübergreifendes Angebot an Arbeitsgemeinschaften, darunter auch eine Theater AG.
Die Theater-AG aus 9 Schülern einer 5. Klasse traf sich alle 2 Wochen für eine Doppelstunde. Die Schüler wählten das Thema Kino und entwickelten - nach Übungen, die die Fantasie, die Konzentration und die Ausdrucksfähigkeit fördern - selbstständig in zwei Gruppen die Szenen: „Unverschämter Diebstahl“ und „Diebe im Kino", die sie sich gegenseitig zeigten, um sie dann durch die Kritik der anderen weiter zu entwickeln.
Präsentation: Kinogeschichten, Eigenproduktion, 15 Minuten Theater AG einer 5. Klasse 9 Kinder: Saskia Freeland, Melvin Heinrich, Annika Höhne, Meret Jahnke, Marie Meier, Sarah Rieger, Benedict Smolkovic, Chanel Soldatenko, Alicia Tschinkel, und die Lehrerinnen Brunhilde Grzegorski und Frau Schulze
Charlie-Rivel-Grundschule Flankenschanze 20, 13585 Berlin, 3537230, www.charlie-rivel.cidsnet.de, Schulleiter Detlef Wandt
Die Charlie-Rivel-Grundschule ist eine dreizügige offene Ganztagsgrundschule mit 460 Kindern. Zum Betreuungsangebot der Erzieher nach dem Unterricht gehört neben anderem auch Trommeln und Theater. Theater wird zudem als Schwerpunktbildung Spb (ehem. Wahlpflichtfach) angeboten und auch fächerübergreifend im Klassenverband erarbeitet.
Präsentation: Klugheit siegt nach Motiven russischer Märchen, 30 Minuten, Spb Theater in der 5. und 6. Klasse 21 Kinder und Birgit Lindner (Lehrerin)
Präsentation: Pinkus Quak Musical, 35 Minuten Klasse 4 a, 25 Kinder und Dorothea Ferrari und Silke Boll (Lehrerinnen)
Mittwoch 13. Juni
8:30 - 09:00 Eintreffen der 6 Gruppen und Einteilung der 110 Kinder in Workshop-Gruppen
1. Siegerland-GS, 21 Kinder + Ann-Marie v. Löw + Olaf Nierhaus + Sabina Ferenc + Alexander Tschöpe 2. Evangelische Schule, 9 Kinder + Frau Schulze 3. Charlie-Rivel-GS: Klugheit siegt, 21 Kinder + Birgit Lindner 4. Charlie-Rivel-GS: Pinkus Quak, 25 Kinder + Dorothea Ferrari + Silke Boll 5. Morgenstern-GS: 14 Kinder + 2 erwachsene Schauspieler + Lucie Koprivova + Barbara Rüster 6. Schule am Grüngürtel: 20 Kinder + Anne Tack + Nadja Brauner
09:00 - 09:30 Eröffnung durch Stadtrat Gerhard Hanke und die Präsentation der Siegerland-GS
09:30 - 11:00 Workshops
1. Streetdance - Sabina Ferenc (& Praktikantin) - Großer Saal - 25 Kinder 2. Martial Arts - Alexander Tschöpe - Spiegelraum - 19 Kinder 3. Bühnenmusik/Percusssion - Olaf Nierhaus & David Beck - Musikraum - 12 Kinder 4. Bühnentechnik - Anja Hoffmann (& Björn Petersen) - Lichtraum - 2 Kinder 5. Theater: Improvisation - Lucie Koprivova (& Peggy Klinkert) - Kleiner Saal - 13 Kinder 6. Theater: Improvisation - Christine Nußbaum - Besprechungsraum - 13 Kinder 7. Theater: Improvisation - Ann-Marie von Löw (& Natalia Matthies) - Intermezzoraum - 13 Kinder 8. Theater: Russische Fabeln - Anna Oussankina (& Praktikantin) - Kegelbahn - 13 Kinder 9. Lehrer-Workshop: Chorische Elemente beim Theaterspielen - Barbara Rüster (& Anja Kubath) - Mensa SGS - mit Frau Schulze, Birgit Lindner, Dorothea Ferrari, Silke Boll, Anne Tack, Nadja Brauner, Ilse Fischer, Renate Remmert
11:00 - 11:45 1. Essen / Probe / Workshop
1. Essen für 50 % der TN - Siegerland + Charlie-Rivel-Klugheit-siegt + Evangelische Schule (51+2) 1. Probe / Aufführungsvorbereitung - Morgenstern-Grundschule - Großer Saal (+Anja Hoffmann) 10. Workshop Martial Arts - A. Tschöpe - Spiegelraum - Ch.-Rivel-Pinkus-Q., halbe Gruppe, 12 + D. Ferrari 11. Workshop Theater - Chr. Nußbaum (& Natascha) - Intermezzo - Pinkus-Q., halbe Gruppe, 13 + S. Boll 12. Workshop Musik - Olaf Nierhaus - Musikraum - Schule am Grüngürtel, halbe Klasse, 10 + Anne Tack 13. Workshop Musik - D. Beck - Besprechungsraum - Schule Grüngürtel, halbe Klasse: 10 + Nadja Brauner
11:45 - 12:30 2. Essen / Probe / Workshop
2. Essen für: Morgenstern, Grüngürtel und Pinkus Quak (59 + 8) 2. Probe / Aufführungsvorbereitung - Charlie-Rivel-Klugheit-siegt (+Anja Hoffmann) 14. Workshop: Theater - Ann-Marie von Löw (& Natascha) - Intermezzo - Siegerland, 21 Kinder 15. Workshop: Pantomime - Peggy Klinkert - Spiegelraum 9 Kinder + Frau Schulze
12:30 - 13:00 Aufführung: Klugheit siegt, Charlie-Rivel-GS, 30 Min
13:15 - 14:00 Aufführung: Ben liebt Anna, Christian- Morgenstern-GS, 35 Min
14:00 - 14:30 Ausklang, Workshopergebnisse Donnerstag 14. Juni
08:30 - 09:00 Eintreffen der 4 Gruppen und Einteilung der 76 Kinder in neue Workshop-Gruppen
1. Siegerland-GS, 21 Kinder + Ann-Marie v. Löw + Olaf Nierhaus + Alexander Tschöpe 2. Evangelische Schule, 9 Kinder + Brunhilde Grzegorski 3. Charlie-Rivel-GS: Klugheit siegt, 21 Kinder + Birgit Lindner 4. Charlie-Rivel-GS: Pinkus Quak, 25 Kinder + Dorothee Ferrari + Silke Boll
09:00 - 11:00 Workshops
16. Martial Arts: - mit Alexander Tschöpe - Spiegelraum - 19 TN 17. Bühnenmusik/Percussion - mit Olaf Nierhaus - Musikraum - 12 TN 18. Bühnenmusik/Percussion - mit David Beck - Besprechungsraum - 12 TN 19. Bühnentechnik - mit Anja Hoffmann - Lichtraum - 2 TN 20. Theater: Improvisation - mit Lucie Koprivova im großen Saal - 13 TN 21. Theater: Improvisation - mit Ann-Marie von Löw - im Kleinen Saal - 13 TN 22. Pantomime - mit Peggy Klinkert - Kegelbahn - 13 TN 23. Lehrergespräch - Terrasse - Fr. Grzegorski, Birgit Lindner, Dorothea Ferrari, Silke Boll, Hartmut Schaffrin
11:00 - 11:45 1. Essen / Probe / Workshop
1. Essen für 50 % der Teilnehmer: Charlie-Rivel-Klugheit-siegt + Evangel. Schule (30 Kinder + 2 Lehrer) 1. Probe / Aufführungsvorbereitung - Charlie-Rivel-Pinkus-Quak 24. Workschop: Martial Arts - Alexander Tschöpe & Ann-Marie v. Löw - Spiegelraum - Siegerland: 21 TN
11:45 - 12:30 2. Essen / Probe / Workshop
2. Essen für 50 % der Teilnehmer Charlie-Rivel-Pinkus-Quak + Siegerland (46 Kinder + 2 Lehrer) 2. Probe / Aufführungsvorbereitung für Evangelische Schule 25. Workshop Musik - O. Nierhaus - Musikraum - Ch.-Rivel-Klugheit - halbe Gruppe 11 TN + Frau Lindner 26. Workshop Musik - D. Beck - Beratungsraum - Ch.-Rivel-Klugheit - halbe Gruppe 12 TN
12:30 - 12:45 Aufführung: Kinogeschichten, Evangelische Schule, 15 Min
13:00 - 13:40 Aufführung: Pinkus Quak, Charlie-Rivel-GS, 35 Min
14:00 - 14:30 Ausklang, Workshopergebnisse
Auswertung
Die Veranstaltung entwickelt sich nun zu einem echten Theatertreffen. Hier in Spandau zeigen und sehen die Kinder nicht nur ihre Theaterarbeiten. Sie lernen dazu in verschiedenen Workshops andere Kinder, andere Arbeitsweisen und andere Facetten der Theaterarbeit kennen, während dazu parallel - das war diesmal neu - auch die Lehrer einen Fortbildungs-Workshop erhalten und sich dabei austauschen.
Einhellig war das Lob für diesen Lehrer-Workshop, der gleich zu Beginn der Tage von Barbara Rüster, ehemals Dozentin für Theaterpädagogik an der UdK Berlin, gehalten wurde. Am zweiten Tag gab es - auch das wurde begrüßt - statt des Workshops Zeit für ein Gespräch unter den Theaterlehrern. Das wurde von unserer Pädagogin Anja Kubath und kurz auch mir moderiert, während die Schüler wieder parallel in kleinen Gruppen von professionellen Künstlern und Theaterpädagogen angeleitet wurden.
Die Tage haben Kindern und Lehrern neue Anstöße für ihre kreative Arbeit in der Schule gegeben.
Auch unseren Dozenten und Technikern, und uns organisierenden Pädagogen hat die Arbeit Spaß gemacht. Wir hatten Austausch und Bestätigung untereinander und durch die vielen engagierten Kinder. Wir wurden unterstützt durch interessierte Erzieher-Praktikantinnen und ehrenamtlich arbeitende junge Leute aus der JTW.
Klubhaus und Siegerland-Grundschule boten als Duo zusammen genug Räume für bis zu 9 parallel arbeitende Gruppen. Das zentrale Foyer diente der Übersicht und Orientierung. Hier wurden die Gruppen eingeteilt, und hier hingen die Pläne. Im Kinder-Restaurant im Hause erhilten die Kinder ein Mittagessen für 2 Euro.
Mit sechs Gruppen und 119 Teilnehmern hat das Haus aber insgesamt seine Kapazitätsgrenze erreicht. Zwei Anmeldungen von Gruppen mit Kindern aus 2 Klassen konnten wir nicht mehr annehmen. Wir haben sie auf später vertröstet und diskutieren nun die Fortsetzung der Grundschultheatertage mit einem eigenen Tag für die ganz Kleinen. In Zukunft könnten die Grundschultheatertage Spandau vielleicht so aussehen:
1. Tag: Grundschultheatertage I.: 1.-3. Klasse: 2 bis 3 Aufführungen für 2-3 spielende und weiteren nur zuschauenden Gruppen, ohne Workshops.
2. und 3. Tag: Grundschultheatertage II: 4.-6. Klasse: Pro Tag 3 Aufführungen, eine früh, zwei spät, dazwischen Workshops.und Lehrer-Fortbildung
4. und 5. Tag: Bei größerer Nachfrage könnten bis zu 2 weitere Tage angehängt werden.
Für weitere Planungen habe ich genau darauf geachtet, wie viel Arbeit und Kosten die Tage verursachen: Insgesamt hätten die Tage 3.600 € gekostet, wenn ich und meine Kolleginnen bezahlt worden wären. Tatsächlich haben wir 1.500 € ausgegeben, davon hat die Senatsverwaltung 500 € übernommen, 1000 € nehmen wir von unserer Spende der Firma Siemens, 2.100 € würde es kosten, wenn man die Arbeit von mir, meiner pädagogischen Kollegin Anja Kubath und der Technikerin Anja Hoffmann bezahlen würde.
Für das nächste Jahr brauchen wir zwischen 3.600 € und 5.000 €, um die Grundschultheatertage wieder-holen, besser noch, weiter entwickeln zu können. Inhaltlich ist eine Entwicklung möglich, wir können das. Der Bedarf ist auch da, das haben wir gesehen. Mit mehr Zeit für Information (die Schulen müssen früher und persönlicher informiert werden) und Planung, wäre es möglich, mit noch mehr Gruppen zu arbeiten.
Allen Mitarbeitern, Lehrern und Förderern möchte ich für Ihr Interesse und Engagement in diesem Jahr danken, auch für die politische Unterstützung durch unsern Stadtrat Hanke und durch den stellvertretenden Leiter unseres Kunstamtes Herrn Funk, Dank im Namen der Kinder und der Kultur. Denn Kultur ist immer in Veränderung und Entwicklung. Und solche Tage beeinflussen dabei die Richtung. Nicht nur den anwesenden, auch den anderen Theatergruppen, die noch nicht da waren, ja sogar Kindern, die noch gar nicht Theater spielen, bieten solche Tage einen Ansporn, einen Leuchtturm, ein Ziel. Die Grundschultheatertage sind somit der Anfang einer Kette von Bewegungen, die von den teilnehmenden Kindern weiter getragen und an anderen Orten fortgesetzt werden. Aber wem erzähle ich das?
Ich hoffe Sie alle im nächsten Jahr wieder begrüßen zu können Mit freundlichen Grüßen Hartmut Schaffrin
DIE ZAHLEN der 6. Grundschultheatertage Spandau
Teilnehmer: 110 Kinder und 9 Erwachsene am ersten Tag, 76 Kinder und 5 Erwachsene am zweiten Tag 11 bezahlte Dozenten + 4 nicht bezahlte Assistenten 6 weitere Personen für Organisation und Technik Statistische Summe: 200 Teilnehmertage
Kosten: 3.600 € = 1.200 € für die Workshops + 2.400 € für Organisation und Technik 18 € pro Tag und Teilnehmer = 6 € für Workshops + 12 € für Organisation und Technik
Träger der Kosten in 2007: 500 € Senatsverwaltung: Honorare für 4 Dozenten 2100 € ehrenamtliche Arbeit: Schaffrin, Hoffmann, Kubath 1000 € aus einer Siemensspende an die JTW
Workshops: 3 Unterrichtsstunden für alle TN an beiden Tagen TN-Zahl pro Workshop: zwischen 2 (Bühnentechnik) und 25 (Martial Arts), durchschnittlich 13 Statistische Summe 2 Tage x 100 TN x 3 UStd. = 600 TN-UStd..
Aufführungen: 4 Unterrichtsstunden pro Tag für Aufführungen: 5 vorbereitete Aufführungen und 4 Arbeitsergebnisse aus den Workshops
Essen: 1 Ustd. pro Tag für die Mittagspause 1 Essen + Getränk kostete pro Tag 2 € Kosten: 400 € wurden von den Kindern getragen. Wir übernahmen 20 € für die Kinder ohne Geld.
Workshop-Dozenten: 4 nicht bezahlte Assistenten + 11 bezahlte Dozenten mit Arbeitszeiten zwischen 2 und 10 UStd. Insgesamt 60 bezahlte UStd. à 20 € = 1.200 € für Dozentenhonorare, Statistischer Durchschnitt: 10 TN pro bezahltem Dozenten und UStd.
Organisation, Hartmut Schaffrin: Arbeitswert 1.500 € Einladung an Schulen formulieren und versenden: 5 Std. Absprachen mit 6 Gruppen: 10 Std. Programmplanung, Logistik: 15 Std. Formulieren, Lay-Outen, Versenden des Programms: 15 Std. Absprachen im Haus: 5 Std. Gestalten der Räume: 15 Std. Aufräumen, Nachbesprechungen, Abschlussbericht: 10 Std. Summe: 75 Std. à 20 € = 1.500 €
Organisationsassistenz, Anja Kubath: Arbeitswert 300€ Vor und Nachbesprechung, 2 Tage Anwesenheit 20 Std. à 15 € = 300 €
Technische Leitung: Anja Hoffmann: Arbeitswert 300 € Vorbereitung 5 Std., Durchführung 2 x 6 Stunden, Aufräumen 3 Std. = 20 Std. à 15 € = 300 € (2 Std. Tontechnik durch Olaf Nierhaus, wurde als Dozent bezahlt)
Technische Unterstützung: 100 € Auf und Abbauten + Fotograf: 20 Stunden à 5 € = 100 €
Sachkosten: 200 € Namensschilder: 50 € Essen für Kinder ohne Geld: 20 € Catering für Dozenten: 30 € Büromaterial/ Telefon/ Kopierkosten: 100 €
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