JUGEND THEATER WERKSTATT SPANDAU

 

ARBEIT, ZAHLEN, GELD

Aus dem JTW-Antrag auf Förderung durch das Bezirksamt Spandau,
Fassung vom 16.11.2007

LEISTUNGEN:

(1) Theaterpädagogik

  • 14 Kurse und Projekte für Theater, Tanz und Musik mit Spandauer Grund- und Oberschulen

  • 8 freie Kurse und Projekte für Schauspiel, Gesang, Tanz, Dramaturgie, Design

  • Begleitprogramme zu Aufführungen: Schulbesuche, Ausstellungen, Diskussionen, Lesungen in Bibiotheken u.ä.

  • OrganisierteTheater- Kino- und Konzertbesuche in Berlin

(2) Theaterproduktionen

  • Professionell geleitete und generationsübergreifende (Jugend-)Theaterproduktionen: Boxing Nights (1999), Peer Gynt (2001), Synchrongesänge (2002), Red Stars (2003), Nachtasyl (2004), Karamasow (2006), Amerika (2008)

  • Experimentelle Kunst-und Performance-Projekte mit Nachwuchskünstlern: urban dialogues (Performance im öffentlichen Raum, 1998), Aufbau West (Ausstellung über das Falkenhagener Feld 2004), Freistil (autonome Kurzprojekte, 2005), Expedition nach nebenan (Aktionen im öffentlichen Raum, 2006), Mehr Tempo! Mehr Glück! Mehr Macht! (Chorische Intervention, 2007)

  • Kinder-Theaterproduktionenmit Kindern der Siegerland-GS: Harry Potter (2002), Zwei Jahre Ferien (2005), Als es dem Elefanten gar nicht gut ging und die Pinguine einen Aufstand probten (2006).

(3) Musikproduktionen

  • Organisationvon jährlich 4 Konzerten im Klubhaus und weitere Open-Air im Sommer

  • Betreuung und Wartung des Tonaufnahmestudios

  • Betreuung und Wartung des Musikübungsraums

(4) Austausch / Festivals

  • Wir sind Mitveranstalter der Berliner Grundschultheatertage und betreuen 6 Spandauer Schulen

  • Wir möchten - dem ähnlich - die Spandauer Oberschultheatertage organisieren

  • Durch den Erfolg von KARAMASOW liegen uns mehrere Einladungen vor. Nach einem intensiven Austausch mit Wolgograd in den 90er Jahren, planen wir jetzt einen Austausch mit einem Vorort von Paris für 2008.

  • Zusammenmit dem Theater an der Parkaue entwickeln wir ein Projekt zum Thema Migration und Bildung.

(5) Praktikumsplätze / MAE

  • Wir betreuen Oberschüler als Praktikanten im Bereich der Veranstaltungsorganisation und Veranstaltungstechnik, zum Teil auch mit hohem Betreuungsaufwand und in Absprache mit dem Jugendamt und Einzelfallhelfern.

  • Wir vermittel Praktikumsplätze zu professionellen Firmen der Veranstaltugstechnik und zu Theatern in Berlin.

  • Wir betreuenSchüler und Studenten in pädagogischen Praktika und bei theoretischen Arbeiten über uns.

  • Wir betreuen MAE Mitarbeiter, sogenannte 1-Euro-Jobber, die als technische und pädagogische Assistenten in unseren künstlerischen Projekten, aber auch in Projekten anderer Vereine aus dem Klubhaus eingesetzt werden.

(6) Veranstaltungsservice

  • Organisation von 3 externe Theater- und Musikprojekten anderer Gruppen (Kirche),

  • Organisation und Betreuung von 4 Gastspielen anderer bei uns (Trono, SGS-Tanz, Film, Strausberg)

  • Organisation und Konzeption von Veranstaltungen im Klubhaus: Neujahrsempfang und Modenschau

  • Organisation und Konzeption von Veranstaltungen extern: 775 Jahrfeier, Theaterbeitrag im Bürgersaal

  • Beteiligung an den Veranstaltungen: Stadtteilfest, Kultursommer, Laternenumzug, Bibliotheksfeier

  • Technische Betreuung von Versammlungen vom Mieterbund, Stadtteilmanagement, Senat

  • Technische Betreuung von Geburtstagen, Hochzeiten und Tanzkursen des Klubhauses

  • Verleih von Kostümen und Perrücken an Kirche, Kindergarten und externen Filmprojekten

  • Verleih von Stoffen an Kindergärten

  • Verleih und Aufbau von Podesten, Tischen, Bänken, Sonnenschirmen

  • Verleih des JTW-Transporters

  • Müllentsorgung fürs Klubhaus

  • Technische Betreuung des Klubhausese


(7) Beratungsservice

  • Konzeptuelle Beratung anderer Vereine: Filmprojekte der BTO und des Bürger- und Gemeinwesenvereins, Aufbau der Stadtteilzeitung, Neukonzeption eines Medienzentrums, Aufbau des Vereins für Veranstaltungstechnik CLEU e.V., Umbau des Hauses.

  • Ständige Mitarbeit im Klubhaus-Träger-Team, der Kiezrunde, der Stadtteilkonferenz, dem Quartiersbeirat und dem Aktionsfonds.

(8) Kooperationspartner

Die JTW arbeitet sehr eng mit allen benachbarten Institutionen zusammen, besonders aber mit dem Klubhaus, den benachbarten Schulen und der Volkshochschule Spandau, sporadisch auch mit dem Kulturhaus Spandau.
Nach gemeinsamen Projekten mit dem Schiller-Theater, der Freien Volksbühne, dem Theater TiefenEntTrümmerung, dem Theater Strahl und den Berliner Festspielen gehen wir nun eine neue Kooperation mit dem Theater an der Parkaue ein.

E. FINANZEN / PERSONELLE AUSSTATTUNG / BEDARF

Seit dem Jahr 2000 erhält die JTW eine Zuwendung für jugendpflegerische Maßnahmen durch das Bezirksamt Spandau, Abt. Jugend und Familie/Jugendförderung. Bis 2003 waren das 66.500, seither nur noch 42.000 Euro.

Daneben finanziert die JTW ihre Projekte über Kooperationen (VHS Spandau), Projektförderungen (Fonds Soziokultur) und Sponsoren (Siemens). Vereinsmitglieder zahlen monatlich 3 Euro. 2006 betrugen die Einnahmen und Ausgaben aller Kurse und Projekte der JTW 135.000 Euro.

Die stetig steigenden Anforderungen an die JTW und die guten Möglichkeiten zur Einwerbung weiterer Mittel für kleine Projekte der kulturellen Jugendbildung erfordern eine Absicherung der Basisstruktur der JTW. Nur so können die zahlreichen Initiativen, Projekte, Dozenten und Kooperationspartner koordiniert werden.

2007 haben wir die Zuwendung des Bezirksamts auf drei Teilzeit-Beschäftigungspositionen verteilt. Das ging nur, weil wir uns zwischenzeitlich arbeitslos gemeldet und illegalerweise weiter gearbeitet haben.
So konnten wir sehen, was notwendig wäre zur Koordinierung der vielen Aufgaben und Projekte. Zeitweise hatten wir über 60 Mitarbeitern, darunter Ehrenamtler und Honorarkräfte. Wir brauchen 3 feste Mitarbeiter-Stellen:

  1. Schaffrin für Organisation, Finanzen und Mitarbeiter in überregionalen Projekte,

  2. Kubath für Organisation, Finanzen und Mitarbeiter in lokalen Projekten und Schulen,

  3. Hoffmann für Technik, Finanzen und technische Mitarbeiter und Praktikanten.

Dazu Sachmittel für Technik, Instandhaltung, PKW, Büromaterial, Versicherungen.

Zur Absicherung einer Basisstruktur brauchen wir 120.000 Euro. Dadurch könnten Mittel in dreifacher Höhe eingeworben und eine umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeiten organisiert werden. Wir bekommen aber nur 42.000 Euro. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Hilfe!
 

Die JTW -  ein ORT für kunst und Leben


KULTURELLE BILDUNG?
SPANDAUER VERHÄLTNISSE!

Carlos Manuel | Theater der Zeit 12/06